Digitale Daseinsvorsorge – Chatbot, Open-Data und Co-Working-Spaces

(Copyright Erklärfilmstudio Martha Friedrich)Rund 30 Unternehmer, Vertreter von Verbänden und Behörden, Berater und Interneaktivisten trafen sich am 06.09.2016 im Kloster Wennigsen um über die Herausforderungen der Digitalisierung des ländlichen Raumes zu diskutieren. Nach kurzer Vorstellung der Gemeinde durch Christoph Meineke und mir folgte ein Grußwort von Dr. Marco Trips (Präsident Niedersächsischer Städte- und Gemeindebund) über die „Digitale Daseinsvorsorge“. Den Begriff für die Konferenz hatte ich gewählt da es zahlreiche Gesetze, Institutionen und Strategien für Dinge der Daseinsvorsorge bzw. täglichen Lebens gibt, diese aber heute nicht mehr unabhängig vom Digitalen sind: jeder Lebensbereich ist betroffen oder gerade zu abhängig. So durchwebt das Thema Infrastrukturen, Dienstleistungen und Gesetze auf die wir uns tag-täglich verlassen, nur es fehlen klare Verantwortungen, Strategien und Maßnahmen wie damit umzugehen ist. Für den ländlichen Raum bedeutet die Digitaliserung Fluch und Segen zugleich: Schwieriger Aufbau der Internet-Infrastruktur und Reduzierung der Hemnisse durch Aufbau digitaler Wertschöpfungsmodelle im Lokalen.

Drei Arbeitsgruppen, drei Analysen, drei Lösungen:

  • Das Problem der extrem hohen Pendlerquoten für Wennigsen von 86% wurde mit Abhilfe durch digitale Arbeitsmodelle mit reellen Co-Working-Spaces gelöst.
  • Damit Behördenitmarbeiter wieder mehr Zeit für individuelle Beratung bei stetig steigender Komplexität von Verwaltungsvorgängen haben, wurde ein Chatbot entsonnen der allgemeine und sich wiederholende Anfragen quasi als FAQ beantwortet.
  • Die Arbeitsgruppe „Smarte Netze“ sprach sich für ein Open-Data-Modell nach Vorbild der OpenStreetMap für öffentliche und private Infrastrukturen und Netze aus.

Eine ausführliche Berichterstattung ist hier zu finden:

CoLab-on Tour – Erster Regionalworkshop der Initiative #DigitaleRegion in Wennigsen

NDR: #DigitaleRegion soll Wennigsen nach vorn bringen

Radio Leinehertz:

Wennigser sind der Digitalisierung aufgeschlossen!

cqiyi3bwaaacsig-jpg-largeVon der Initiative „Digitale Region“ wurde Wennigsen neben Augsburg als digitale Musterkommune im Frühjahr 2016 ausgewählt. In Vobereitung eines Workshops im September wurden die Wennigser zu ihrer Affinität zu digitalen Theman befragt. Zusammen mit Vertreter des CoLABs stellten wir uns am 23.08.2016 in das Zentrum und interviewten rund 40 Passanten.

Die Wennigser sind der Digitaliserung sehr aufgeschlossen und nutzen sie vielfältig in ihrem Alltag. Über 70% finden das ausreichend schnelles Internet in Wennigsen vorhanden ist, die Basis für digitales Handeln steht schon mal! Rund 60% sagen das die Digitalisierung den lokalen Einzelhandel stärken kann. Eine kaum gehörte Aussage, die Chancen modernen Zeitgeistes überwiegen den kritischen Gedanken. Drei Viertel halten sogar die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch die Digitalsierung für besser möglich als es die analoge Welt zuließe. Der gleiche Wert wird auch bestätigt bei der Frage ob die Digitalisierung mehr Chance als Gefahr ist.

Die ausführlichen Ergebnisse der Befragung sind hier zu sehen:

Studenten erkunden Wennigsen

Antstrengend aber lehrreich, so lautete die Zusammenfassung einer dreitägigen Exkursion  von Studenten des zweiten und vierten Semesters der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Am ersten Tag zeigten wir nicht nur das schöne Wennigsen sondern wiesen die zukünftigen Regionalmanager auch auf die Probleme und Handlungsmöglichkeiten einer kleinen Kommune hin. Viele Projekte der letzten Jahre wurden vor Ort gezeigt und wie der Weg zur Umsetzung gelang. Am zweiten Tag ging es back to the roots: im Familienzentrum und Kindergarten Vogelnest erfolgten zahlreiche Vorlesungen von Experten und mir die ihre Projekte vorstellten. Als ehemaliger Student der Hochschule gab ich eine kurze Einführung zu Pressearbeit und die Aufgabe eine Stunde später eine Pressekonferenz abzuhalten. Die Studenten meisterten die Aufgabe perfekt. Am dritten Tag machten wir uns auf den Weg nach Hannover und besuchten die Wirtschaftsförderung der Region und hannoverimpuls. Der Abschluss bildete eine Führung durch das das Kreativzentrum Halle 96 wo wir live über die Schulter der Start up Unternehmer schauen konnten.

Wennigsen ist Erprobungsraum der Initiative #digitaleRegion

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Seit einigen Wochen arbeite ich an einer spannenden Initiative mit rund 50 Experten aus ganz Deutschland mit. Das Ziel in diesem bis Jahresende dauernden Prozess sind die Chancen und reellen Möglichkeiten der digitalen Entwicklung für den ländlichen Raum auszuloten und ein Mehrwert daraus abzuleiten. Bei immer steigenden Pendlerströmen (Wennigsen hat 75% Pendlerquote), Themen wie Landflucht (Brain Drain), Strukturwandel der Wirtschaft und Demographischer Wandel muss es doch neue Wege geben diese Entwicklung mit den Möglichkeiten der digitalen Revolution für den ländlichen Raum positiv zu gestalten.

In einem ersten Schritt wurde Wennigsen unter 16 Kandidaten zusammen mit Augsburg für eine konkrete Untersuchung des Standortes, der Ausgangsbedingungen, der zukünftigen Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven ausgewählt.

In der heutigen Phase bis zum Besuch der Experten Ende August – Anfang September, arbeiten wir an den konkreten Fragestellungen der vor Ort Untersuchung in Wennigsen. Wir haben hier eine gute Ausgangsbasis da wir bereits in der Vergangenheit zahlreiche Verwaltungsprojekte von der digitalen Bürgerbeteiligung bis hin konkreten Projekten umgesetzt haben. Für die deutschlandweite Zusammenbarbeit benutzen wir das Tool Slack was ich uneingeschränkt empfehlen kann.

Mit den zuvor beschriebenen Herausforderungen des ländlichen Raums möchte ich mit den Experten eine Roadmap für die Themen zukünftige Arbeit der Kommunalverwaltung, Stärkung des Wirtschaftsstandortes und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit (Collaboration und Co-Working-Spaces) für Wennigsen definieren.

Mehr Infos unter: http://blog.collaboratory.de

Das Wennigser Erfolgsmodell

Wie gelingt es in kleineren Kommunen dem Sterben des Einzelhandels vorzubeugen und ein nachhaltig attraktives Stadtzentrum mit zahlreichen inhabergeführten Geschäften zu etablieren? Die Antwort ist recht simpel: Keine Fußgängerzone und kein Einzelhandel auf der grünen Wiese sondern im Zentrum!

Das vollständige Interview unter: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Region/Wennigsen/Nachrichten/Hauptstrasse-ist-Erfolgsmodell 

Hauptstraße_Wennigsen,_August_2011

Europäische Wirtschaftskonferenz in Sibiu (Rumänien)

imageDie letzten vier Tage waren sehr spannend für mich: der Einladung als Kommunalvertreter auf der europäischen Wirtschaftskonferenz zu sprechen bin ich gefolgt und hielt auch einen Vortrag über die Möglichkeiten von EU-Fördermitteln für Klein- und Mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie Kommunen. Wir diskutierten mit Vertretern des europäischen Parlaments, der Kommission sowie rumänischen Unternehmern, Abgeordneten, Behördenleitern und Verbandsvorsitzenden die Möglichkeiten der Europäischen KMU-Politik. Wichtige Erkenntnisse: Die Fördermittelabrufquoten sind nach wie vor zu gering (38%), KMUs haben Schwierigkeiten bei der Finanzierung von Investitionen und der Fördermittelakquise. Das kommt mir alles auch aus Deutschland sehr bekannt vor.

Die Stadt Sibiu, früher Hermannstadt, profitiert von den sehr guten deutsch-rumänischen Beziehungen der vergangen Jahrhunderte. Ca. 150 deutschsprachige Unternehmen sind hier in der Region angesiedelt, einige konnten wir gestern auch besichtigen. Die Arbeitslosenquote beträgt 3% und sie haben mittlerweile ein großes Fachkräfteproblem.

Die Stadt war 2007 Kulturhauptstadt Europas und ist sehr stark vom Strukturwandel betroffen. In einigen Jahren wird die wirklich sehr schöne Innenstadt vollends restauriert und die nahen Skigebiete der Karpaten (2200m!) erschlossen sein. Ein Besuch ist wirklich lohnenswert.

700.000 Euro für Wennigsens Geschäftszentrum

Das Ziel der Umbau des Wennigser Geschäftszentrums rückt näher: Wie heute die Ministerin Cornelia Rundt bekannt gab, erhält Wennigsen für den Umbau der Haupt- und Hirtenstaße, der Grünanlagen und Parkplätze weitere 700.000 Euro. Im letzten Jahr erhielten wir bereits 1 Mio. Euro und weitere 900.000 Euro hoffen wir in den nächsten Jahren zu bekommen. In 2016 und 2017 gehen die hausinternen Vorbereitungen und Planungen für Wennigsens zukünftig größte Baustelle voran. Der Baubeginn wird nicht vor 2018 erwartet.

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Weitere Informationen: http://www.ms.niedersachsen.de/aktuelles/presseinformationen/rund-1375-millionen-euro-im-staedtebaufoerderprogramm-2016-142205.html