Danke für neun spannende Jahre!

Ein schönes Portrait über neun Jahre meiner Arbeit in der Gemeinde Wennigsen hatte die Calenberger Zeitung (20.12.2017) herausgebracht. Hier der Text im Wortlaut:

Mainka hinterlässt Vorzeige-Kommune
9 Millionen Euro Fördermittel eingeworben: Wirtschaftsförderer zieht positive Bilanz

Von Jennifer Krebs

Wennigsen. Seine Bilanz kann sich sehen lassen: Mehr als 9 Millionen Euro Zuschüsse hat Wennigsens Wirtschaftsförderer Christian Mainka (38) für die Gemeinde eingeworben oder abgerechnet. Wennigsen ist Vorzeige-Kommune. Mainka baute ein zentrales Fördermittelmanagement auf, das andere Städte inzwischen adaptieren. Mainka will Projekte nach vorne bringen, und im Grunde genommen sei das auch keine Frage des Geldes, sondern der Umsetzung, sagt der Betriebswirt. Fördertöpfe gebe es genug. Mainka hat Newsletter von Ministerien abonniert, um gut informiert zu sein. Er betreibt viel Recherche. Und er ist ein Netzwerker. Nach seinem Studienabschluss fing Mainka 2009 bei der Gemeinde Wennigsen als Referent für Wirtschaftsförderung und Projektsteuerung an. Seine Stabsstelle war zunächst umstritten. Bürgermeister Christoph Meineke entschied damals auch gegen einige Widerstände aus den Reihen der Kommunalpolitiker.

Hohe Kaufkraft im Ort

Strukturelle Probleme ließen sich nur lösen, wenn man sie ganzheitlich betrachtet, sagt Mainka. Was ist wichtig und gut für den Ort? „Darum geht es“, sagt er. Wennigsen hat eine hohe Kaufkraft und mit 25 Prozent der Beschäftigten die inzwischen dritthöchste Akademikerquote in der Region. Auch das ehrenamtliche Engagement ist hoch. „Es ist schon schön, was sich alles mit Bürgerbeteiligung und zusammen mit Ehrenamtlichen entwickeln lässt“, sagt Mainka und zählt das Dorfgemeinschaftshaus in Bredenbeck und das Hohe Feld in Wennigsen auf, für das Wennigsen sogar den ersten Platz des bundesweiten Preises für Onlinepartizipation erhielt. Ein Konzept für den Wasserpark in Abstimmung mit dem Betreiberverein soll kommen.

Leerstand behoben

Mainka begriff seinen Job nie nur als rein klassische Wirtschaftsförderung. Obwohl: An der Hauptstraße gibt es keinen Leerstand mehr und auch die Hafa-Hallen sind inzwischen alle verkauft oder vermietet. Lasse man große Gewerbegebiete mit Einzelhandel auf der grünen Wiese zu, verlagere sich die Kaufkraft, sagt Mainka und spricht von einem Geflecht, wo eins ins andere greift. Zwischen Heitmüller und Müller gibt es mit Rossmann nur einen Filialisten. Der Rest ist inhabergeführt. Entsprechend wichtig sei es gewesen, Edeka als Magneten an der Hauptstraße zu halten,
sagt Mainka. Er betont, dass es den gleichen positive Effekt rund um den neuen Rewe und Aldi an der Degerser Straße gebe. Und inzwischen sei ja auch der NP in Bredenbeck auf einem guten Weg. Die alte Gaststätte Seidensticker ist an einen Investor verkauft und soll demnächst für die Supermarktvergrößerung abgerissen werden.

Mainkas Stelle im Wennigser Rathaus soll schnell nachbesetzt werden. Im Januar geht er zur Beratungsgesellschaft City & Bits nach Berlin, die Regionen, Städte und Kommunen auf dem Weg ins Digitale unterstützt. Digitalisierung werde das große Thema sein in den nächsten Jahren, sagt Mainka, der in diesem Bereich schon seit zwei Jahren nebenberuflich als Berater gearbeitet
hat. Pendeln will der digitale Treiber – und wie sollte es auch anders sein – natürlich nicht. Er bleibt mit seiner Frau in Bredenbeck wohnen – und richtet sich ein Homeoffice ein.

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